Klimalügen

Die Schlagzeilen über Trump und Terror legen sich in den letzten Wochen und Monaten über alle anderen Themen. In den Medien wird jede Meldung zu diesen Themen mit einem Schwall kriegerischer und gesellschaftszersetzender Kommentare versehen. Vernunft scheint in einen verlängerten Winterschlaf gefallen zu sein. Und schon reißen die nächsten Risse in das, was noch von ihr zu erkennen ist: Der Berliner Kreis fordert, die Gesellschaft an die durch den Klimawandel bedingten Veränderungen anzupassen, und dafür die Bemühungen um eine Verminderung des Temperaturanstiegs zu reduzieren. Wer sich auch nur ein wenig in die wissenschaftlichen Sachverhalte bezüglich des Zustands unseres Planeten einliest, weiß, dass wir nicht zu viel, sondern viel zu wenig zum, dass vieles, was dringend und unumgänglich wäre, nicht oder nur sehr zögerlich passiert. Weil viele, sehr viele Interessen von sehr vielen einflussreichen Gruppen dagegen stehen. Es geht ja nicht ums Wetter, um einen warmen Sommer oder den einen oder anderen Tornado hier und dort. Es geht um ein neues Klimagefüge. Davon ist alles und jeder betroffen. Manche Regionen der Erde schon heute viel mehr als wir hier in Mitteleuropa. Aber die Auswirkungen bekommen auch wir bereits zu spüren. Das Klimagefüge ändert alles. Und dies in einer Geschwindigkeit, die es so noch nie gegeben hat auf dieser Erde – abgesehen von den Momenten, wo Vulkanwolken für lange Zeit den Himmel verdunkelten. Niemand wird in der Lage sein, diese Veränderungen zu beherrschen. Niemand wird sie zurückdrehen können. Niemand wir so viel Nutzen aus den in manchen Bereichen vielleicht positiv erscheinenden Entwicklungen ziehen können, um die negativen Folgen zu kompensieren. Arten werden verschwinden, Wasser wird knapp, Lebensräume unbewohnbar, Anbauflächen unbenutzbar. Und das ist nur ein Teil der Schwierigkeiten, denen wir angesichts der bedenkenlosen Ausbeutung aller vorhandenen Ressourcen entgegen gehen. Wer heute noch in verantwortlicher Position sitzt und das Ausmaß dieser sich bereits vollziehenden Veränderungen leugnet oder diese sogar ganz bestreitet, um vermeintlichen wirtschaftlichen Interessen den Boden zu ebnen, der trägt dazu bei, dass die Abwehr gegen die zugegebenermaßen herausfordernden gesellschaftlichen Änderungen weiter erodiert. Es reicht schon, dass ein Greis mit einem Kleinkindhirn ein Millionenvolk führen darf. Wer jetzt aber meint, auf dessen brauner Welle reiten zu müssen, sollte noch mal in sich gehen und daran denken, dass das Leben auf dem Mars vielleicht doch nicht so attraktiv ist. Und seine Energien für eine überlebensfähige Erde einsetzen. Jetzt. Bevor es kippt. Es gibt Millionen von Menschen, die dafür aus Vernunft, aus Idealismus oder aus purem Überlebenskampf schuften. Keiner von Ihnen kann diese zynische und dumme Demoralisierung gebrauchen.

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