AfD – AfD – AfD

Dass es heiß hergehen würde, war allen klar und mir scheint, jetzt ist alles besser ausgegangen, als befürchtet – zumal ja alle gewonnen haben, wie es scheint. Die Grünen wegen BadenBindestrichWürttemberg, die SPD wegen RheinlandBindestrichPfalz, die CDU wegen, hm, weiß nicht mehr, die CSU, weil sie auch gewählt worden wäre, wäre sie denn wählbar gewesen, die FDP, weil sie wieder aus der Asche gekrochen ist und das gleich in drei Parlamente, ach nein, es waren am Ende doch nur zwei. Selbst die eiserne Lady aus RLP wähnt sich unter den GewinnerInnen (Tatsächlich finde ich am erstaunlichsten, dass überhaupt jemand ihr eine Stimme gab). Die wahre Gewinnerin aber ist die AfD, und hoffentlich auch die Demokratie. Drei Wählerrufe in drei Bindestrichländern. Dreimal Punktsieg für die Kritiker. Und fast ein Viertel, 24 (in Worten vierundzwanzig) Prozent aller Wählerstimmen in Sachsen geht an die, die Angst vor den Flüchtlingen machen. Jetzt ist die große Chance da: Die Populisten unter den Abgeordneten müssen sich fortan auf Augenhöhe in parlamentarischen Institutionen stellen, wo sie zeigen dürfen, was sie nicht drauf haben, während das Establishment nun dringender denn je gehalten ist, endlich mal den Mund aufzumachen. Nicht nur zu handeln, sondern sich auch mal zu erklären, wie was gedacht ist, zuhören, was an Angst und kruden Gedanken in ihrem Volke grassiert, darauf mit Argumenten einzugehen und alle mitzunehmen auf dem Weg. Das geht dann vielleicht ein bisschen langsamer, denn auch der Langsamste soll dabei sein, aber dafür wird es friedlicher sein, demokratischer, wenn wir schon nichts besseres zu bieten haben als Demokratie. Inklusion allerorten. Aber in der Gesellschaftspolitik findet die nicht statt. Hier bestimmen einige über die anderen und wundern sich dann, wenn die keine Lust haben, mitzuspielen. Alle Einwände werden im besten Falle zur Seite gewischt oder ignoriert oder wie im Falle Seehofer und Co noch auf die Spitze getrieben, anstatt Aufklärung zu betreiben. Die Kritiker sitzen also jetzt dabei, und werden hoffentlich allein durch ihre Anwesenheit dazu beitragen, dass man sich da oben mehr bemüht, die BürgerInnen, die vor lauter kindlicher Panik immer nur Nein schreien, mal an die Hand zu nehmen, ihnen zu erklären, dass alles gut gehen wird, wenn wir gemeinsam daran arbeiten und dass wir ganz andere Probleme haben, als sie sich das gerade denken … Ein bisschen Naivität darf man sich doch erlauben?

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