Dreckige Wäsche

WaMa

Ausnahmsweise hat der Titel heute mal nichts Metaphorisches oder Ironisches an sich – glaube ich. Meine weiße Wäsche, vorher recht sauber, verließ nach einer 60Grad-Wäsche die Maschine mit zahlreichen braunen, lehmartigen Schlieren, deutlich dreckiger als bei der Befüllung. Bäh. Also, Herrn Google verraten, dass bei mir was schief läuft und einschlägige Seiten um Hilfe bitten. Tatsächlich bin ich nicht alleine auf der Welt, das Problem wird auch von anderen gescheiterten Hausfrauen detailliert beschrieben, einzig die Lösung lässt sich nicht finden. Aber viele gut gemeinte RatSCHLÄGE: Das ist Rost, du benutzt deine Maschine zu selten und musst jetzt sie jetzt mal nach rostigen Stellen oder mitgewaschenen Nägeln absuchen … Nein, ich wasche mindestens einmal täglich und es ist definitiv kein Rost … so oft? Dann solltest du dir eine Miele kaufen, die anderen schaffen das nicht … Schlamm und Lehm würden sich rauswaschen, das sind bestimmt Fettläuse … Wieso wäschst du so viel? … Mach mal das Flusensieb sauber … Meine Cousine hat eine von Gorenje gekauft, die ist nach ein paar Wochen ausgelaufen, die Elektronik dahin … Wenn du Pech hast, hast du keine Chance. Viel Glück, wenn es noch nicht zu spät ist … Wir hatten das auch mal und das Ende vom Lied ist: wir haben wir eine neue Maschine  … 95 Grad Programm einstellen und statt Waschmittel einen halben bis dreiviertel Liter Dan Klorix hinzugeben. Mit natürlichen Mitteln brauchst da nicht anfangen, bringt nichts … den Faltenbalg ausbauen und reinigen, ist ganz einfach … Von wegen, raus vielleicht, aber rein nie wieder …

So. Selbst ist die Frau, Forscherbrille auf und Taschenlampe rausgesucht. In der Riesenfalte des Faltenbalgs lässt sich nicht viel finden. Das mache ich ja auch immer schön sauber und trocken, wenn ich gewaschen habe. Aber dann tauchen dahinter, am Übergang zur Trommel noch kleine Schlitze auf, die sich mit etwas Überwindung auseinander ziehen lassen, aber kaum Durchblick gewähren. Doch das LED-Licht beweist: Schlamm. Braun. Eklig. Eine neue Welt tut sich auf. Ein Biotop, in dem wahrscheinlich unentdeckte Arten heranwachsen. Ich bin schon froh, dass nichts quakt … 13 Jahre vergessene Papiertaschentücher, aufgeweicht und voller Dreck sumpfen vor sich hin, an schier unerreichbaren Stellen. Mit Wattestäbchen und dünnstieligem Werkzeug lässt sich aber der größte Teil entfernen oder in noch unerreichbarere Untiefen verschieben. Das ist eindeutig der Grund für die strukturierte Weißwäsche! Nach ausgedehnter Fummelei und zusätzlicher Intensivwäsche mit Spezialmitteln aus meinem Lieblingsdrogeriemarkt bei 95°C ist alles wieder ok. Die Wäsche wird weiß, der Geruch ist gut und ich habe auch die schlauen Kommentare bei Herrn Google nicht mehr nötig. Danke Mutti.

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1 Kommentar

  1. Das sind die WaschmaschinenMonster. Sie fressen Socken, hauptsächlich die teuren, und natürlich nur einzeln. Mein Waschkeller ist dekoriert mit einzelnen Überbleibseln, in der Hoffnung dass manche nur gefangen gehalten und nicht gleich eliminiert wurden. Die machen auch Flecken in neue weisse Wollpullover-just for fun. Und es gibt kein Mittel, um sie zu entfernen, sie werden nur noch größer. ???? Brauche einen????????????????????um diese Bosheiten auszutreiben.