Ein Bild sagt mehr ….

Ich gebe zu: Hier passiert gerade nicht mehr viel, so rein blogmäßig. Es ist zwar nicht so, das es nichts zu sagen gäbe. Ganz im Gegenteil. Aber vielleicht gerade deswegen: Ich beschäftige mich gerade intensiv mit anderen Dingen, nämlich mit Pinseln und Tuben.

Und darum gibt’s jetzt erstmal nur noch Bilder zu sehen. Hier ein Aquarell auf Büttenpapier.

Digitale Evolution

Zugegeben: Ich habe mir viel Zeit gelassen für die kommenden Worte. Es baucht einfach seine Zeit. Lernen. Verstehen. Begreifen. Wenn ich nur an meine Versuche denke, spanische Vokabeln in meinem Kopf zu verankern, wird es sehr deutlich: Lernen benötigt Zeit. Viel Zeit. Und das sind nur Vokabeln. Wenn ich dann bedenke, wie viel der Mensch in seinem Leben lernen muss, um zum Beispiel nur in der Lage zu sein, sagen wir, einen Schritt vor den anderen zu setzen, mannomann. Und wenn ich dann das Bild groß ziehe, kommt mir sofort in den Sinn, dass wahrscheinlich ein irrwitziger Prozentsatz dessen, was eine Generation an Wissen angehäuft hat, in der nächsten schon wieder verloren und für Historiker, Entdecker, Archäologen zur Wiederfindung freigegeben ist. Ich schätze mal: 98 Prozent. Wenn ich wohlwollend bin. Weiterlesen

Bildung ändert gar nichts

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Lange genug war es zu lesen – aber dadurch wird es nicht wahrer: Bildung scheint auch nicht die Lösung zu sein. Auch wenn unklar ist, was man überhaupt unter Bildung versteht, kann man wohl zweifellos sagen, dass auch diejenigen zweifelhafte Entscheidungen treffen, die viele Jahre Schule und Hochschule erfolgreich hinter sich gebracht haben. Reaktionäre schlagende Verbindung haben schon längst wieder zu Höhenflügen angesetzt. Und viele Menschen, denen man Denkvermögen zutraut, unterstützen Bewegungen, die unsere Sicherheit unterminieren. Aber damit nicht genug. Neben dem Offensichtlichen und von den ’seriösen‘ Medien Beschrienen gibt es auch das, wovor wir fast alle die Augen verschließen: Wir haben bereits unwiederbringlich einen Großteil der Grundlage zerstört, die wir zum Leben benötigen. Obwohl der Mensch nie mehr Wissen zur Verfügung hatte als jetzt, wird das Bild einfach nicht scharf – sieht er den Wald vor lauter Bäumen nicht? Ist das Mosaik zu flimmerig? Sind die einzelnen Steinchen zu vage? Es ist klar: Die Strategie, eine friedlichere Welt zu erschaffen, indem die Massen verführt werden, ihre Blicke nur von den Screens des jeweils aktuellen iPhones zu nehmen um weitere Konsumgüter zu stapeln, hat die Vorratskammer leergeräumt und ziemlich dicke Luft hinterlassen. Zwar hat das Köpfeeinschlagen mit Keulen ein wenig nachgelassen, dabei haben wir uns allerdings den Boden unter den Füßen weggefressen. Dass das so kommen würde, war schnell klar. Und als das erste Knacken im Ast, auf dem wir sitzen, zu hören war, wurde auch dringend vor den Konsequenzen des Ressourcenfraßes gewarnt. Aber die Jahrzehnte, die seither vergangen sind, haben anscheinend nur dazu gedient, dass die so aufgeklärte Menschheit sich dem Kölschen Gesetzt des Et-hät-noch-immer-jot-jejange-Ausrufezeichen hingab. Dafür, dass in Wissenschaftskreisen klar ist, dass wir tatsächlich keinen Tag mehr haben zum Zögern und Zaudern – ist die Politik, die Schwarmintelligenz und die AktivistInnen-Energie doch recht bescheiden. Es war sicher immer eine falsche Annahme, dass man die große Mehrheit der Bevölkerung durch Bildung dazu bringt, vernünftig zu handeln. Eine Umfrage hat letztens ergeben, dass gut 40% der Deutschen der Wissenschaft misstrauen. Und das nicht, weil sie Zweifel an übereifrigen Datenpfuschern oder karrieregeilen Promotions-Plagiateuren haben. Nein, viele von ihnen glauben nicht einmal, dass der Mensch vom Affen abstammt. Wissenschaftsfern. Ein Großteil von ihnen wählt vorzugsweise sozialdemokratisch. Was hat da alle Beschulung gebracht? Platter Egoismus bleibt Trumpf, der stumpfsinnige Konsum lässt zudem die schnelle Befriedigung deutlich wichtiger erscheinen als eine nachhaltige Zukunftsplanung. Und das umso mehr, als die neuen Medien die Reaktionszeit und die Aufmerksamkeitsfrequenz von außen rasant erhöhen. Sich geil fühlen im Hier und Jetzt, das ist es, was wir wollen. Das gemeine Volk will sich sicher nicht mit Problemen belasten. Und alle Schwierigkeiten, die man erwartet, glaubt man durch Mauern, Zäune und gefletschte Zähne verbannen zu können. Dabei kommt die eigentliche Bedrohung von hinten. Von hinten, weil wir uns einfach weggedreht haben, als sie sichtbar wurde. Wir müssten, um einigermaßen heil aus der Katastrophe herauszukommen, sofort handeln. Auf allen möglichen Gebieten. Energie, Verbrauch von Rohstoffen, Konsum, ‚Entsorgung‘ von Überbleibseln, Schutz vor Machtbündelung, Ausgleich bei Besitz und Wohlstand, … das ist nur ein kleiner Teil. Getan wird aber so gut wie nichts, während die falsche Entwicklung ungestört weiterläuft. Manchmal habe ich den Gedanken, dass irgendwer da oben im Hintergrund einen geheimen Plan B verfolgt. Vielleicht denken dass alle. Oder es ist ihnen egal. Oder ihnen fehlt die Vorstellungskraft für das, was in den nächsten Jahrzehnten mit uns und unserer Umwelt passieren wird und schon jetzt passiert. Oder sie finden, das ist ein großes Abenteuer, ein überdimensionales Computerspiel mit Riesenwellen und wandernden Horden. Spannend.

Wir müssen ganz viele Handbremsen ziehen. Jetzt. Und ganz kräftig. Ein klarer Blick in die Tatsachen und niemand kann mehr sagen, das hätte man ja nicht wissen können. Sonst geht definitiv das Licht aus. Auch für uns.

 

Lesen ändert alles

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Es gibt trotz offiziell vermehrter Gegenanstrengungen weltweit eine knappe Milliarde Analphabeten, viele davon hatten nie eine Chance, eine Schule zu besuchen. Die Auswirkungen sind enorm. Weiterlesen

Klimalügen

Die Schlagzeilen über Trump und Terror legen sich in den letzten Wochen und Monaten über alle anderen Themen. In den Medien wird jede Meldung zu diesen Themen mit einem Schwall kriegerischer und gesellschaftszersetzender Kommentare versehen. Weiterlesen

Deutsche Leidkultur

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1. Fleisch ist ein Stück Lebenskraft.
2. Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu.
3. Au weia, der Hahn legt keine Eier.
4. Gute Butter aus Deutschland!
5. Willste über’n Rasen laufen, musste dir ’n Grundstück kaufen!
6. Wir machen den Weg frei …!
7. Der April, der April, der macht was er will.
8. Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst.
9. Bauknecht weiß, was Frauen wünschen!
10. Ein schlauer trimmt die Ausdauer.

Korrespondenzfrequenz

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Ein halbes Jahr vor der Kapitulation Hitlerdeutschlands, also im September 1944, als das Rheinland schon in Schutt und Asche lag, die Bevölkerung neben Durchhalteparolen nicht mehr viel zu fressen bekam, ob des allumfänglichen Mangels alltägliche Wertstoffe auch aus Haushalten herausgesammelt waren, kaum noch etwas so funktionierte, wie man es gewohnt war, zu einem Zeitpunkt also, wo der von vielen lang ersehnte totale Zusammenbruch unmittelbar bevorstand, da kündigte die Reichspost eine einschneidende Maßnahme an: Briefe und Pakete und all die anderen Sendungen werden nur noch an sechs (sic!) Tagen ausgetragen und an diesen sechs Tagen auch nur einmal täglich.

vor dem knall

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40 Tage oder so fleischloses Fasten haben einen Riesenberg Eier hinterlassen. Die machen vielleicht träge. Das Wetter ist wie es ist. Die irren Herren der Weltpolitik wird es auch kaum berühren.

Trotzdem!

Raus!

Runter vom Sofa!

Zumindest mal zeigen, dass es neben dem iPhone noch Wichtigeres gibt!

Ostermarsch los!

2020 – niemals

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Die Sonne scheint und ich nehme die Einladung an, statt mit Bus und Bahn meine Dinge in der Stadt per Rad zu erledigen. Ob ich das bereue? Ja, irgendwie schon. Es ist erstaunlich, wie sich gefährliche, nervende und unübersichtliche Situationen endlos aneinander reihen. Auf allen durch weiße Steppnaht markierten Radwegen fahren oder stehen Autos, so dass es nicht möglich ist, bis zur roten Ampel vorzufahren. Stattdessen darf ich im Gestank der Abgase hinten warten. Weiterlesen

zwei bis drei

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Für manche sind Schottland oder Wales oder gar Irland ein Teil Englands, auch bei anderen Ländern fällt die Grenzziehung oftmals schwer, zumal wenn sie erst neu entstanden sind oder eigenständig wurden. Aber das mit Amerika, das sollte doch in unserem Kulturkreis recht klar sein. Ich gebe zu, ich wurde einst bei einem Besuch Pensilvanias von einem US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln gefragt, ob ich als Deutsche denn schon mal in Europa gewesen sei. Nun gut. Es war ja nicht seine Heimat, über die er sich da verwirrt zeigte. Doch der Gebrauch des Wortes Amerika für die USA, wie er vom neuen, gewählten Präsidenten inflationär eingesetzt wird, lässt mir langsam die Haare zu Berge stehen. Haha. Amerika. Es gibt da ja mindestens mal zwei, Nord- und Süd-, und eigentlich auch noch Mittelamerika und damit noch eine ganze Reihe wunderschöner anderer Länder als die USA. Die Spanier wissen das, sie haben sie ja offiziell entdeckt. Dass Trump diese auch great machen will, ist unwahrscheinlich. Also bitte: Make US great again. Das Wortspiel gibts schließlich kostenlos dazu.

Oder noch besser: Geh Golf spielen. For good.